Empfohlen Wintertour Von Nesselwängle auf den Gimpel (2.173m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 2. Januar 2026.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny im Allgäu
    Spannender Ausflug auf den Paradekletterberg im Tannheimer Tal. Zur winterlichen Jahreszeit etwas anspruchsvoller, mitunter sind Steigeisen, Grödel oder Pickel von Nöten sowie perfekte Trittsicherheit.

    Tour-Bewertung:


    [​IMG] ca. 3,5-4 Std. (je nach Verhältnissen)
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1.050 Hm / 9,8 km
    [​IMG]Schwierigkeit bis II / T5 (im Sommer gehtechnisch T4)
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG]Tourengänger: Franzi, Thom

    Auch wenn die allesamt fast lotrechten Südwände der Tannheimer Kletterberge in schneekargen Frühwintern eigentlich immer schneefrei und trocken sind und somit oft einwandfreie Kletterbedingungen bei gemäßigtem Andrang bieten, sollte man die Normalwege auf diese Gipfel keineswegs unterschätzen. Diese verlaufen im Bereich der Gipfelaufbauten oft nordseitig, entsprechende Ausrüstung und Erfahrung sind dann äußerst empfehlenswert. So verhält es sich auch bei einer winterlichen Besteigung des Gimpels, während die Südostseite hinauf zur Gimpelscharte oft furztrocken und schneefrei ist, trifft man spätestens am Einstieg zum kurzen aber auch oft etwas ausgesetzten Ostgrat fast immer auf Schnee und Eis, was der Unternehmung einen etwas ernsteren und alpineren Charakter wie im Sommer verleiht. Vom fast leeren Parkplatz bei Nesselwängle steigen wir gemütlich hinauf zum Gimpelhaus.

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    Aufstieg zum Gimpelhaus, im Hintergrund die Krinnenspitze mit ihrem nach links ziehenden Ostgrat.

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    Blick hinauf in die Judenscharten zwischen Rote Flüh und dem deutlich mächtigeren Gimpel. Wir halten uns auf dem Wanderweg direkt links unterhalb des Gimpelvorbaus.

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    Wegweisere und Markierungen machen den Einstieg in die SO-Flanke des Gimpels orientierungstechnisch sehr einfach. In netter Kraxelei geht es rasch höher. Steinschlag ist zwingend zu vermeiden.

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    Über die kurze Felsverschneidung (II) steigen wir durch herrlich festen Fels nach oben. Eine etwas leichtere aber auch brüchigere Variante führt links herum durch eine Schrofenrinne (I).

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    Auf dem Weg hinauf zur Gimpelscharte. Der Anstieg ist spannend und kruzweilig.

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    Blick aus der SO-Flanke hinüber zu Schäfer und Kellenspitze.

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    Ausblicke reichen heute wieder bis zum Hochvogel in Bildmitte. Traumhaft schön.

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    Ankunft Gimpelscharte. Der Weiterweg verläuft direkt auf oder knapp rechts des Grates.

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    Der felsige Eindruck täuscht ein wenig. Die meiste Zeit stapft man durch brösligen Harschschnee. Aber auch ein paar nette Kraxelstellen hält der Gipfelgrat bereit.

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    Schattensilhouetten über dem Raintal, dahinter Große Schlicke, Karret- und Bugschrofen.

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    Allein am Gipfel des Gimpel. Nach kurzer Pause im heftigen Föhnwind geht es über die bekannte Route zurück in die Gimpelscharte.

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    Blick vom Gipfel nach Osten über das Gimpelgrätle hinweg auf das Massiv der Kellenspitze.

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    Abstieg über die Südostflanke des Gimpels.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Januar 2026
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